Der Gold-Podcast – Was andere dazu sagen
Hallo, in der aktuellen Folge von „Chemie in ihrem Element“ fliegen wir mit der Concorde, schauen am Buckingham Palace vorbei und finden heraus, wie sich ein nur 230 Atome dicker Film bilden lässt. Diese Woche ist der legendäre Wissenschaftsmoderator und Popularisierer Johnny Ball dabei, der Gold sucht.
Johnny Ball
Das Element Gold. Gold ist Element 79 und sein Symbol ist Au. Obwohl der Name angelsächsisch ist, stammt Gold vom lateinischen „Aurum“ (strahlende Morgenröte) und stammt ursprünglich aus dem Griechischen. Sein Vorkommen in der Erdkruste beträgt 0,004 ppm.
100 % des natürlich vorkommenden Goldes ist das Isotop Au-197. 28 weitere Isotope können künstlich hergestellt werden und sind alle radioaktiv.
Gold bildet zusammen mit Silber und Kupfer eine Spalte im Periodensystem. Sie kommen in der Natur vor und waren die ersten drei Elemente, die der Mensch kannte. Sie alle wurden lange vor den ersten Goldmünzen, die um 3400 v. Chr. in Ägypten auftauchten, als primitives Zahlungsmittel verwendet.
Das meiste Gold ist antik oder stammt von mittelamerikanischen Azteken und südamerikanischen Inkas, die im 16. Jahrhundert von den Spaniern und Portugiesen nach Europa gebracht und seitdem immer wieder recycelt wurden. 1830 betrug die weltweite Produktion nicht mehr als 12 Tonnen pro Jahr. Doch um diese Zeit wurden neue Goldfunde gemacht. Funde wurden in Sibirien, Kalifornien, New South Wales und Victoria, Australien, Transvaal, Südafrika, dem Klondike und Alaska gemacht, und sie alle lösten einen Goldrausch aus. Die weltweite Produktion lag damals bei etwa 150 Tonnen pro Jahr. Heute liegt sie bei etwa 2300 Tonnen pro Jahr.
Da es in seinem natürlichen Zustand vorkommt und sich auf natürliche Weise nicht mit anderen Metallen legiert, und da es das schwerste Metall ist, sinkt das Gold beim Sieben von Gestein im Wasser immer zu Boden, und alle weniger dichten Verunreinigungen werden weggespült.
Der größte Nugget war der „Welcome Stranger“-Nugget, der 1869 in Victoria, Australien, gefunden wurde. Er wog über 71 kg. Diese Art von Nugget kommt in der Natur vor, ist aber sehr, sehr selten. Reines Gold hat 24 Karat, 18 Karat 75 % und 12 Karat 50 % Reinheit.
Gold ist das formbarste aller Metalle und weich genug, um mit einem Messer geschnitten zu werden. Die Menschen der Steinzeit hämmerten Gold zu dekorativen Zwecken zu Platten. Dabei kamen wirklich große Mengen zusammen. Obwohl König Tutanchamun ein unbedeutender Pharao war und im Alter von 18 Jahren starb, enthielt allein sein Sarg 112 kg Gold. Die Ägypter stellten auch dünne Goldplatten, Utensilien, eine große Vielfalt an Schmuck und sogar Goldfäden her. König Tut trug bei seiner Beerdigung über 150 Goldornamente am Körper.
Heute kann aus 1 Gramm Gold eine Platte von nur 230 Atomen Durchmesser gehämmert werden. 1 Kubikzentimeter entspricht einer Fläche von 18 Quadratmetern. Die Windschutzscheibe der Concorde war mit einer Goldschicht versehen, um Piloten vor UV-Licht zu schützen. Heute wird Gold häufig in Wolkenkratzerfenstern verwendet, um sowohl Hitze als auch UV-Strahlung zu reduzieren. Aus 1 Gramm Gold lassen sich 165 Meter Draht mit einer Dicke von 20 µm (Mikrometer) (1/200 Millimeter) herstellen. Gold in der Schweiz bestellen
Die Goldfarbe im Zaun des Buckingham Palace ist tatsächlich goldbeschichtet, da sie 30 Jahre hält, während Goldfarbe (die überhaupt kein Gold enthält) in einwandfreiem Zustand nur etwa ein Jahr hält.
Meerwasser enthält etwa 3 Milliardstel Gold, doch es wurde nie eine wirtschaftliche Methode zur Goldgewinnung gefunden. Die Deutschen bemühten sich im Zweiten Weltkrieg mit aller Kraft, scheiterten aber kläglich.
Der größte moderne Schatz sind die 30.000 Tonnen in der US-Notenbank in New York, die 18 verschiedenen Nationen gehört. Schätzungsweise würde das gesamte Gold der Welt zusammen nur einen Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 18 Metern ergeben – etwa 6000 Kubikmeter. Und das ist Gold.
Chris Smith
Jetzt wissen Sie also, warum Piraten früher Goldmünzen anbissen, um ihre Echtheit zu prüfen. Nicht nur wegen der Kamera, weil es gut aussah, sondern weil das Metall weich genug war, um von Zähnen beschädigt zu werden. So erzählte Johnny Ball die Geschichte des Goldes. In der nächsten Folge von „Chemie in ihrem Element“ stellt Victoria Gill die Chemikalie vor, die die Wissenschaft der Fotografie begründete und auch die Karrieren zahlreicher Oscar-Preisträger beflügelte.
Victoria Gill
1840 entdeckte Henry Talbot einen weiteren chemischen Kniff: Ein sogenanntes latentes Silberbild, das kurz auf eine Schicht Silberiodid einwirken gelassen wurde, konnte mithilfe von Gallussäure sichtbar gemacht werden. Der Effekt galt als magisch, als teuflische Kunst. Hollywood hätte ohne die chemische Reaktion, die dem Zelluloidfilm die Fähigkeit verlieh, die Stars einzufangen und auf die treffend „Silberleinwand“ genannte Leinwand zu bringen, nicht existieren können.
Chris Smith
Nächste Woche könnt ihr Victoria Gill in „Chemistry in its element“ hören, die euch die Hand streichelt und eure intellektuellen Taschen mit Silber füllt. Ich bin Chris Smith, vielen Dank fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal.
(Promo)
„Chemistry in its element“ wird euch von der Royal Society of Chemistry präsentiert und von thenakedscientists.com produziert. Weitere Informationen und weitere Folgen von „Chemistry in its element“ finden Sie auf unserer Website unter chemistryworld.org/elements.